Glauben

8. Welche Stufen der Offenbarung Gottes folgen dann?

Frage & Antwort aus dem Kompendium:

8. Welche Stufen der Offenbarung Gottes folgen dann?

Gott erwählt Abram und ruft ihn aus seinem Land, um ihn zu Abraham, das heißt zum „Stammvater einer Menge von Völkern“ (Gen 17, 5), zu machen. Er verheißt ihm, „alle Völker der Erde“ (Gen12, 3) in ihm zu segnen. Die Nachkommen Abrahams werden zu Trägern der göttlichen Verheißungen, die an die Patriarchen ergangen sind. Gott macht Israel zu seinem auserwählten Volk: Er befreit es aus der Knechtschaft Ägyptens, schließt mit ihm den Sinaibund und gibt ihm durch Mose sein Gesetz. Die Propheten künden eine radikale Erlösung des Volkes an und ein Heil, das alle Völker in einem neuen und ewigen Bund umfassen wird. Aus dem Volk Israel, aus dem Stamm des Königs David, wird der Messias hervorgehen: Jesus.

Aber auch der zweite Bundesschluss mit Noach u. seiner Familie (s. Frage Nr. 7) hält nicht lange: Das Unheil nimmt in der Welt seinen Lauf – und die Menschen stellen sich ihm nicht immer mit genügend Kraft und Gottvertrauen entgegen. Aber JHWH (“Jahwe” = der Name Gottes: “Ich bin da”, Ex 3,14) lässt sich nicht beirren, und wirbt weiter um die Menschheit.

Er bietet also neuerlich seinen Bund an, diesmal einem gewissen Abram aus Ur, am persischen Golf (heutiges Irak), und gibt ihm drei Verheißungen: 1. Land, 2. Nachkommen, 3. Segen. So wird aus Abram (“Ehrwürdiger Vater”) Abraham (“Vater von Vielen”), und sein ganzer Stamm soll dem ewigen Gott angehören. Zeichen dieser Zugehörigkeit ist die Bescheidung.

Aber Gott begnügt sich nicht mit einem Ehepaar (Adam & Eva), einer Familie (Noach und seine Söhne), einem Stamm (Abraham und seine Nachkommen): Er will sich weiter offenbaren und seinen Segen immer mehr Menschen schenken. Der vierte Bundesschluss ist daher jetzt mit einer ganzen Nation, am Fuß des Berges Sinai, nach dem Auszug aus Ägypten. Hier schwören die Israeliten feierlich, dass sie die 10 Gebote Gottes halten wollen. Jedoch … wir kennen die Geschichte: bereits bei seiner Rückkehr vom Berg findet Mose viele Israeliten bei der Anbetung eines goldenen Kalbes – Sinnbild für alles, was nicht Gott ist.

So könnte sich Gott jetzt mit einem Fingerschnipser dieses “störrischen” und unwilligen Volkes entledigen (Hätten wir’s nicht schon längst gemacht?). Aber er hat weiter Geduld, wirbt und kämpft für SEIN Volk: als dieses großspurig einen König verlangt, gibt er seinem Wunsch statt und lässt Saul durch den Propheten Samuel zum König salben. Aber als klar wird, dass Saul kein guter König ist, wählt jetzt JHWH selbst einen König, nämlich einen Hirtenjungen: David. Mit ihm und seinem Königreich schließt Gott also den fünften Bund und erneuert sein Versprechen, einen Messias zu senden.

Wird es also diesmal klappen, wird dieser Bund halten? Werden die Könige Israels JHWH treu sein? Wird der Tempel, den Salomon, der Sohn Davids, bauen wird, wirklich für ewig bestehen bleiben?

 

Vorsatz: Heute eine Geschichte aus der Bibel lesen und meditieren: Noach (Gen 6-9), Abraham (Gen 12), Berufung des Mose (Ex 3), Verheißung an David (2 Sam 7)

Gebet: Lass mich erkennen, Herr, dass ich in deiner Hand liege. Du bist seit Jahrtausenden auf der Suche nach dem Menschen, nach mir. Lass mich deine Freundschaft, deinen Bund freudig annehmen.

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